Handwerksinkasso

Handwerksinkasso

Professionelles Handwerksinkasso

Alle Handwerksfirmen haben das Problem, dass sie mit ihren Leistungen in Vorkasse gehen: Sie müssen ihre Lieferanten bezahlen, die Löhne müssen pünktlich ausgezahlt werden, die Fahrzeuge müssen unterhalten werden. All diese Kosten laufen auf, bevor der Handwerker seinen Kunden Rechnungen schicken kann. Dazu kommt, dass es trotz Eigentumsvorbehalts nicht möglich ist, Leistungen rückgängig zu machen: Ist das Material montiert oder eingebaut, hat der Handwerker kein Recht mehr, es sich zurückzuholen, weil es in den Bestand des Bauwerks übergeht.

Aus all diesen Gründen ist es für einen Handwerksbetrieb überlebenswichtig, seine Forderungen zu realisieren und seine Liquidität zu bewahren. Fruchtet auch die zweite oder dritte Mahnung nicht, so ist es angebracht, die offenen Rechnungsbeträge einem Inkassounternehmen zur Eintreibung zu übergeben.

Ab diesem Moment hat der Handwerker nichts mehr mit der Realisierung der Forderung zu tun, der komplette Vorgang wird quasi ausgelagert. Ein solches Vorgehen hat auch den Vorteil, dass die Verwaltungen der Betriebe entlastet werden, denn das Handwerksinkasso übernimmt die Anrufe beim Schuldner, den anfallenden Schriftverkehr und rechnet eingehende Zahlungen ab. Es kümmert sich gegebenenfalls um Mahnverfahren oder die Einschaltung eines Anwalts. So kann sich der der Handwerker seinem eigentlichen Geschäft widmen. Gerade bei kleinen Handwerksbetrieben mit vielleicht nur einer Bürokraft ist dies ein wichtiger Aspekt.

Nützlich ist ein Handwerksinkasso auch bei Kunden, die kleinere Rechnungen vorsätzlich nicht bezahlen und frei nach dem Motto handeln: Wegen 100 Euro schaltet niemand einen Anwalt ein. Diese Kunden ignorieren jede Mahnung und vertrauen darauf, dass der Handwerker die Sache verloren gibt, weil der Betrag zu gering ist. Oftmals reicht die Drohung des Handwerkers, ein Inkassounternehmen mit der Forderung zu betrauen, aus, um den säumigen Zahler dazu zu bewegen, seine Rechnung auszugleichen. Die Kosten für das Handwerksinkasso richten sich nach der Summe, die einzutreiben ist. Dieser Betrag ist relativ gering und wird vom Auftraggeber vorab bezahlt. Bei erfolgreichem Inkasso muss der Schuldner diese Kosten neben den angelaufenen Verzugszinsen und eventueller Mahngebühren als Verzugsschaden erstatten.